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2006

Intensive Proben werfen Früchte

Dienstag, 31. Oktober 2006, Ruhr Nachrichten

Jubiläum 2006

Chorleiter Karl-Heinz Gerdemann und der MGV Harmonia verzauberten am Sonntag die Besucher in der St. Vitus-Kirche.

„Das war die Geburt“, beschrieb Karl-Heinz Gerdemann aus Telgte am Sonntag das herausragende Jubiläumskonzert. Seit neun Monaten leitet er den MGV Harmonia. „Wir haben uns intensiv auf dieses Konzert vorbereitet. Die Chorarbeit wurde von Mal zu Mal interessanter und faszinierenden.“ Der Chor habe eine Begeisterungsfähigkeit erreicht, die schon außergewöhnlich sei.

„Dass die Proben mit einer solchen Zielsetzung durchgezogen wurden, hat mich persönlich sehr nachdenklich und ergriffen gemacht.“ Gerdermann zollte den Männern seine Hochachtung, da sie teilweise über 70-jährig mit einem beeindruckend hohen Maß an Disziplin und Konsequenz alle neuen vierstimmigen Stücke so zu singen geschafft haben.

Chor singt voller Hingabe

Umjubeltes Jubiläumskonzert des MGV Harmonia in der St. Vitus-Kirche

Olfen – Ein wahrhaft würdiges Konzert zum 140-jährigen Jubiläum veranstaltete der MGV Harmonia am Sonntagnachmittag in der übervollen St. Vitus Kirche. So kraftvoll, dynamisch, voller Begeisterung und Hingabe war der Männerchor noch nie zu hören gewesen.

Es war ein einziges Vergnügen, den außergewöhnlichen Vorträgen zu lauschen. Für dieses Jubiläumskonzert war der Chor über sich hinausgewachsen. Überwiegend neue Stücke, im ersten Block sogar englisch sprachige, wunderbare spirituelle Gesänge waren mit dem neuen Chorleiter Karl-Heinz Gerdemann einstudiert worden. Er verstand es, in dem Gesang die unterschiedlichsten Gefühle aufleben zu lassen. Einfühlsam, temperamentvoll, leise oder voller Volumen. Der MGV schien nur in der Stimme zu leben. Wunderbare Gospels wie „Jailer“ oder „Steel away“ und „Lord have mercy“ gehörten ebenso zum Repertoire wie „Vater behüte“ und „Wo die Liebe wohnt“.

Glanzpunkte

Zu dem fast zweistündigen Programm hatte sich der MGV viele weitere erstklassige Mitwirkende eingeladen, die jeder für sich einen Glanzpunkt setzten. Der Ruhr-Kohle Chor unter der Leitung von Gerhard Rabe beeindruckte mit seinen ebenso kraftvollen wie leidenschaftlichen Vorträgen. Einzigartig passten sich die Sologesänge in das Konzert ein. Herausragend war die Bariton-Stimme von James Tolksdorf. Aber auch das Bass-Solo von Hans Stipping und das Tenor-Solo von Hans Jürgen Lübke vom MGV fügten sich hervorragend in das Konzert ein.

Für ein Aufwirbeln der Gefühlswelt sorgten Albert Eichberger auf der Trompete und Harald Jüngst an der Orgel mit dem Stück „Dialog“ von Lubos Viser, das zur Erinnerung an den „11. September“ gespielt wurde. Eine weitere Bereicherung war die Instrumentalgruppe St. Vitus unter der Leitung von Elisabeth Eckmann, die unter anderem Stücke von Bach und Händel gefühlvoll umsetzten. Zu den begleitenden Instrumenten gehörte auch das Kontrabass, auf dem Christoph Gerdemann sein Können unter Beweis stellte.

Am Ende bedankte sich der Vorsitzende Herbert Rotte bei allen Mitwirkenden. „Neun Monate haben wir uns auf dieses Konzert vorbereitet. Unser Chorleiter hat es geschafft, dass wir dieses Konzert ohne Text gesungen haben. Das hat es in der Geschichte noch nie gegeben“, zeigte sich Herbert Rotte voller Stolz. Er lobte die tolle Akustik der Kirche und drückte seine Freude über die große Resonanz aus. Bravo-Rufe und der anschließende Applaus sprachen für sich. – em