Der Männerchor in der Presse

2013

„Stein des Anstoßes“: 25. Sängerlindenfest

Männerchor „Harmonia“ feierte mit vielen musikalischen Gästen

Dienstag, 18. Juni 2013, Ruhr Nachrichten

Ein Hoch dem edlen Gerstensaft war für die Sänger des MGV Harmonia und des Union Bork selbstverständlich

"Ein Hoch dem edlen Gerstensaft" war für die Sänger des MGV Harmonia und des Union Bork selbstverständlich.

Sänger und Gäste fanden Platz, Unterhaltung und Verpflegung in der Schützenhalle der Bürgerschützengilde

Sänger und Gäste fanden Platz, Unterhaltung und Verpflegung in der Schützenhalle der Bürgerschützengilde.

 

Die Sänger vom Männerchor „Harmonia“ können überall singen. Ob am Sängerstein, auf dem Marktplatz oder in der Schützenhalle. Das bewiesen sie bei ihrem 25. Sängerlindenfest. Von Antje Pflips

Aber auch in Sachen Verwandlung können sie mithalten. Mal traten sie mit weißem Jackett auf, dann in schwarzem Hemd mit roter Krawatte, dann wieder ohne Krawatte und mit offenem Hemdknopf. „Wir reißen uns die Krawatte vom Hals“, kündigte im Vorfeld Hans-Jürgen Lübke, musikalischer Leiter, forsch an.

Zum Jubiläums-Sängerlindenfest hatte der Männerchor für die zwei Tage noch weitere Interpreten eingeladen, die die Veranstaltung mit ihren Beiträgen aus Oper, Operette, Musical, Volksmusik oder Pop facettenreich und unterhaltsam machten.

Ehrensache

Das Jagdhornbläserkorps „Horrido“ unter der Leitung von Martin Nagel spielte bereits an der Sängerlinde einige Stücke. Der Polizeichor „Quartettverein Selm“ und der MGV „Union Bork“ waren von jenseits des Kanals angereist. Für Chorleiter Hendryk Hans und Rudolph Helmes war es eine „Ehrensache“, an der Feier mitzuwirken.

Der MCL „Sangeslust“ Lüdinghausen nahm ebenso teil wie der Kirchenchor St. Vitus, der evangelische Kirchenchor Olfen und die Chorgemeinschaft 82.

Eine Premiere gab es in dem gemeinsamen Auftritt von MGV „Harmonia“ und MGV „Union Bork“. „Ohne vorherige Probe“, garantierte Lübke. Besonders viel Spaß machte dem vereinigten Chor sichtlich das Stück über Hopfen und Malz, weil er dabei ein Glas Bier leeren „musste“. „Ein Hoch dem edlen Gerstensaft“ war Programm.

Als „Stein des Anstoßes“ nannte Heinz Leitmann den Stein an der Hafenstraße. Anstoß dafür, dass viele Chöre sich bei einem Konzert unterstützen mögen.

Auch Bürgermeister Josef Himmelmann rief dazu auf, zusammenzuarbeiten. „Keiner hat allein die Kraft, Säle zu füllen“, merkte er an. Das läge auch im Interesse der Stadt, die Überlegungen zu einem wiederbelebten musikalischen Leben in Olfen anstelle. Weiterhin wolle die Stadt die musikalische Erziehung stärker fördern und einen Chor in der Grundschule wieder aufleben lassen. „Die Stadt will mehr im Bereich Musik tun“, versprach er. Den Chören kann das bei schwinden Mitgliederzahlen nur entgegenkommen.