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2016

Beliebte Klassiker aus Männermund

MGV interpretierte bekannte Stücke in dem ihm eigenen Stil / Salonorchester aus Lünen begleitete

6. Juni 2016, Ruhr Nachrichten

Bekannte Klassiker Bekannte Klassiker

Im Salonorchester Lünen spielt MGV-Chorleiter Dirk Franek (r.) das Cello. Der beliebte und kompetente Musiker probte fünf Monate mit den rund 30 Herren.

Jung geblieben, die Heiterkeit erhalten: Der Männergesangverein, einer der ältesten Vereine überhaupt, feierte am Wochenende sein 150-jähriges Bestehen mit einem Konzert in der Stadthalle, einem Empfang am Freitag und der Kranzniederlegung am Sonntag.

Olfen. 150 Jahre und kein bisschen leise: So könnte der Männergesangverein Harmonia 1866 Olfen beschrieben werden. Da ist zum einen das Jubiläumskonzert, mit Musik von Dieter Bohlen bis Ralph Siegel, von Paul Lincke bis James Last. Da sind aber auch die vergangenen Tage und Wochen, in denen der Männergesangverein auf sich aufmerksam machte.

Mit riesigen Plakaten an den Ortseingängen, Aushängen in den Geschäften, Kartenvorverkauf warben die knapp 35 Herren für ihren Verein. Und feierten nun einen Empfang, ein Konzert und eine Kranzniederlegung zum 150. Geburtstag der Gruppe.

Bei aller Vorbereitungsarbeit war das Konzert für die Sänger der wichtigste Part des Jubiläums: Schließlich geht es den Sängern vor allem ums Singen. Das taten sie am späten Samstagnachmittag, vor rund 270 Besuchern in der Stadthalle. Die wollten hören, was die Sänger in den vergangenen Wochen geprobt hatten. Und was sie hörten, gefiel ihnen: Schnell klatschten sie mit, leise wurde hier und dort mitgesungen.

Bekannte Klassiker

In den neuen Anzügen machten die Männer richtig was her.

„Das gefällt den Menschen“

„Die bekannten Stücke ‚Theo, wir fahr’n nach Lodz!‘ oder ‚Immer wieder sonntags‘ oder die Paul-Lincke-Stücke – das gefällt den Menschen“, sagten mehrere Besucherinnen übereinstimmend. Hans-Jürgen Lübke führte mal wieder durch das Programm.

Erstmals traten die 24 Sänger in ihrem neuen Outfit auf: dunkelblauer Blazer, rotes Tuch, graue Hose. „Unser weißes Sakko war alt genug“, meinte Vorsitzender Heinz Leitmann während des Empfangs am Tag zuvor – dort noch in alter Kluft. „Das passt eher zum Käptn‘s Dinner auf einem Kreuzfahrtschiff.“ So sang der MGV am Samstag im neuen Sänger-Anzug „Wir zwei fahren irgendwo hin“ und „Dschingis Khan“. Unterstützt wurden sie vom Salonorchester Lünen. Die neun Instrumentalisten begleiteten die Männer während des Gesangs, spielten aber auch ihre eigenen Vorträge. Mit dabei Chorleiter Dirk Franek und sein Cello. Mit Walzer- und Foxtrottmelodien, mit einem Tango und dem Radetzky-Marsch hatten sie das Publikum schnell auf ihrer Seite.

Rufe nach Zugaben

In den fünf Probe-Monaten hatten Chorleiter Dirk Franek und seine Männer nicht sehr viel Zeit, das Programm auf die Beine zu stellen. Der Applaus am Samstag und die Rufe nach einer Zugabe zeigten den Sängern aber, dass sie ein gelungenes Programm auf die Beine gestellt hatten.