Veranstaltungsarchiv

2017

Bustour nach Groningen 30.09.2017

 

Am frühen Morgen traf sich unsere Reisegruppe an der Stadthalle. Trotz ungünstiger Wetteraussichten war die Stimmung gut, man begrüßte sich und hielt schon das eine oder andere Pläuschchen. Die "Fahrkarten" wurden noch schnell kontrolliert, dann konnte der Bus starten.

Jeder Reisende bekam noch einen Übersichtsplan von Groningen ausgehändigt und konnte sich somit schon mal mental vorbereiten. Die Hinfahrt war unspektakulär, es gab zwar viel zu sehen, aber mit Erreichen unseres Ziels wurde es erst richtig interessant: unsere Bushaltestelle lag zwischen dem imposanten Bahnhof (Neogotik trifft Neo-Renaissance) und der Museumsinsel mit dem Mendini-Bau und dem angrenzenden Pavillion aus Stahl und Glas, ein Beispiel für Dekonstruktivismus, Kontraste können kaum größer sein.

Das macht die Sache aber interessant, nicht nur architektonisch, wie wir schon nach den ersten Schritten sahen. Das Gewusel aus Bromfietsen, Rollis, Skater, Kinderwagen, Radfahrern und Fußgängern mit allen möglichen Haut- und Haarfarben spiegelte das wider und zeigte uns gleich, wie bunt und weltoffen unsere niederländischen Nachbarn sind. Angesichts der farbenfrohen, teilweise "gewagten" Mode in Begleitung mit lebensfroher Ausstrahlung kamen wir uns manchmal weit entfernt der Heimat vor. Die fremden Sprachen taten ein Übriges.

In kleinen Gruppen ging es Richtung Vismarkt, wo fast jeder erst einmal den obligatorischen Kibbeling oder Matjes verspeiste. Danach erkundete jeder nach seinem Gusto die Stadt. Dabei war die Shopping-Mall ein ebenso beliebtes Ziel wie die Aussichtsplattform im Turm der Martinikerk oder der Grote Markt. Leider stand nicht genug Zeit zur Verfügung, um das bunte Treiben auf dem Markt von einem Cafe aus - mit Heizstrahler, Kuchen und Kaffee oder Tapas und Heineken - ausgiebig zu genießen, das Wetter machte uns auch einen Strich durch die Rechnung. Es begann leicht zu regnen und der Wind frischte auf. Aber bis zur Bushaltestelle war es noch erträglich.

Nachdem der Letzte zugestiegen war (wir hatten schon die Befürchtung, zwei Sangesbrüder "verloren" zu haben), startete der Bus Richtung Delfzijl zum Emshafen, wo die Warsteiner Admiral auf uns wartete. Vorher öffnete aber der Himmel seine Schleusen! Bis wir dann auf dem Schiff waren, wurden wir alle trotz Schirm und Kapuze tüchtig nass. Deshalb freuten wir uns um so mehr auf den heißen Kaffee und den Kuchen. Leider war unsere Buchung nicht korrekt übermittelt worden, so wurde aus "Kuchen satt" leider nur ein Stücken Apfelkuchen. Das tat der guten Stimmung aber keinen Abbruch, denn der Bruder des Kapitäns sorgte mit seinem Akkordeon für richtig gute Laune. Nicht nur, dass er gut singen und spielen konnte, er hatte auch eine sympathische Ausstrahlung und animierte die Fahrgäste zum Mitsingen. Den Anwerbeversuchen für unseren Chor hielt er leider stand…

Die Bootsfahrt war kurzweilig, es gab zwischendurch interessante Informationen zu den Sehenswürdigkeiten, die wir passierten, man konnte nett plaudern, das Boot erkunden oder einfach nur entspannen. Zwischendurch ließ der Regen auch mal nach, so dass wir zeitweise sogar mehr Wasser unter als um uns hatten. Beim Einlaufen in den Hafen hatte Petrus dann kein Mitleid mehr mit uns. Auf dem Weg zu unserem Bus wurden unsere Kleidung und Schirme wieder in den Zustand wie beim Betreten des Bootes gebracht.

Die Rückfahrt gestaltete sich wieder ruhig - ein großes Dankeschön an unseren Busfahrer, der uns sicher hin- und wieder zurückgebracht hat. Selbst durch die zwischenzeitlichen Gesangseinlagen einiger Weniger, die dem Anlass entsprechend Seemann- und Wanderlieder intonierten, ließ er sich nicht beirren (hätte er eingestimmt, wäre auch er angeworben worden).

Bis auf das Kuchendesaster war es ein schöner Ausflug. Das Beste jedoch war die gute Beteiligung an der Aktion! Weiter so!