Veranstaltungsarchiv

2018

Besichtigung der Lüdinghauser Brauwerkstatt

am 24. März 2018

Marios Sohn Norman Tenberge betreibt in Lüdinghausen eine kleine, aber feine Brauerei. Er selbst nennt sie Brauwerkstatt, das zeigt schon im Namen den Unterschied zu den großen Braufabriken mit ihrem Industrie-Bier. Wie groß der Unterschied tatsächlich ist - schließlich wird in Deutschland überall unter Einhaltung des „Deutschen Reinheitsgebots“ gebraut - wollten wir selbst ergründen und haben deshalb eine Brauereibesichtigung vereinbart.

Damit keiner der Teilnehmer Probleme mit der Promille-Grenze bekommt, wurde die Hin- und Rückfahrt kurzerhand mit dem Linienbus unternommen. Komfortabler geht es kaum, die Zielhaltestelle liegt nur wenige Schritte von der Brauwerkstatt entfernt. Dass der ÖPNV teuer ist, haben wir dann aber am eigenen Leib erfahren müssen (3,80 € für die einfache Fahrt!).

Statt der geplanten 19 Sänger fuhren nur 16 mit dem Bus, einer ließ sich von seiner Frau chauffieren, einer hat sich kurzfristig krank gemeldet und auf einen warteten wir vergeblich. Aber: besser vorher vermisst als nachher!

Nachdem Norman uns willkommen geheißen und jeden mit einem Kaltgetränk versorgt hatte, hielt er uns einen Vortrag über seinen Werdegang als Brauer, über die Technik, den Prozess und das Reinheitsgebot. Gerne ließ er sich für Zwischenfragen unterbrechen, die wir reichlich hatten. So wurde es für beide Seiten kurzweilig und für uns hoch interessant. Im Anschluss wurde noch weiter diskutiert und in kleinen Gruppen vieles intensiv nachgefragt. Zu Trinken gab es auch reichlich: ein Pale Ale mit fruchtiger Note und ein Stout mit Schokoladenaroma – beide nicht irgendwie künstlich aromatisiert, sondern nur aufgrund der Hopfenauswahl! Beide Biersorten kamen so gut an, dass im Anschluss einige Sänger Bier geordert und zum Teil auch gleich mit nach Hause genommen haben. Leckeres Essen gab es ebenfalls mehr als genug, so dass alle Teilnehmer rundum zufrieden waren. Wir bedankten uns mit einigen Liedern, die trotz Hans-Jürgens Engagement und (oder wegen?) gut geschmierter Kehlen nicht ganz so gut klangen wie gewohnt. Bestimmt lag es aber nur an der Akustik des Raumes, Norman hat es aber trotzdem gefallen!

Damit keiner verloren geht, geleitete er uns im Anschluss noch bis zur Bushaltestelle. Alle sind früher oder später wohlbehalten zu Hause angekommen, so dass man von einem sehr erfolgreichen und unterhaltsamen Nachmittag sprechen kann. Alle hatten Spaß und wir werden den Kontakt zu Norman und seiner Brauwerkstatt nicht abreißen lassen! Prost!

(Fotos: Walter Beckmann, Text: Holger Planz)